Malerei – Linolgravuren – Papierarbeiten
Räumliche Utopien, in denen klar umrissene, kräftige Farbformen und transparente Farbschichtungen, architektonische Fragmente, gewächsähnliche Gebilde und selten auch mal abstrahiert Figürliches aufeinandertreffen, um gemeinsam den Raum auszuloten, der ihnen auf der Leinwand zur Verfügung gestellt wurde: Silke Bartsch inszeniert in ihren großformatigen Bildern visionäre Begegnungen von Formen und Farben, die sich collagen-artig überlagern, gegenseitig durchdringen, eingrenzen, ineinander verzahnen und um die eigene Position zu kämpfen scheinen – bis sie sich schließlich aufeinander einlassen, Spannungen auflösen, sich zurückziehen und so einordnen, dass sich alles zu einer dynamischen Raumharmonie zusammenfügt. Flüchtige Farbverläufe und Schraffuren erinnern an das Ringen um ein Mit- und Nebeneinander.
Häufig bildet Architektur oder die Vorstellung von räumlicher Anordnung und Ästhetik den Ausgangs- und Endpunkt der Werke von Silke Bartsch. So sind Farbüberlagerungen und das Auffächern von utopischen Räumen, in denen sich organisch Anmutendes einfinden durfte, auch für ihre Papierarbeiten charakteristisch.
In ihren Linolgravuren zeichnet die studierte Architektin und Bildende Künstlerin mit feiner Geste in den dunklen Raum, tastet mit vorsichtiger Linienführung die räumlichen Dimensionen ab und hinterlässt leise leuchtend ihre Spuren im Unendlichen.
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Vita:
Silke Bartsch lebt als freie Bildende Künstlerin und Dozentin für Ästhetische Bildung in Berlin. Darüber hinaus bietet sie in ihrem Atelier in den Gerichtshöfen kunstanaloges Coaching an.
Studium der Architektur an der Universität Hannover, Studium der Visuellen Kommunikation an der Fachhochschule Düsseldorf, Studium der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf, Studium Kunst im Kontext an der Universität der Künste und Kontaktstudium Kunstanaloges Coaching an der MSH Hamburg.
Die Werke von Silke Bartsch werden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert und sind in folgenden Kunstsammlungen vertreten: Sammlung Gehag Forum – Deutsche Wohnen (Berlin), Enter Art Foundation (Berlin), Graphothek Kunstamt Reinickendorf (Berlin) und verschiedenen Privatsammlungen.
Text: Gunhild Flöter