Impuls und Verwandlung – Sabine Banovic

Über die Malerei von Silke Bartsch

Als leidenschaftliche Malerin bewegt sich Silke Bartsch im Spannungsfeld von Abstraktion und konkreter Darstellung. Dargestellt sind vornehmlich räumliche Situationen. Stimmige Perspektive und Maßstäblichkeit werden im künstlerischen Schaffensprozess gegen bildkompositorische und farbräumliche Erwägung balanciert.
Erkennbare Spuren, die Lebewesen vielleicht hinterlassen haben könnten, vor allem aber die Raumgestalt geben Bezüge zur alltäglichen Welt  – und somit dem Betrachter einen Einstieg.
Es sind spezifische Räume, die dabei für die Künstlerin Impuls gebend sind und waren. In der Entwicklung des Werks kann man erkennen, dass es sich in der Regel um begrenzte Innenräume und Außenräume handelt, wie etwa Zoogehege oder Spielanlagen. Es sind eher öffentliche, künstlich gestaltete, maßvolle und wohlbekannte Räume, eben nicht intime Kammern oder große Schauplätze. Fast im Gegensatz dazu ist die Farbigkeit sehr stark und nicht selten laut. Sie löst sich stellenweise vom Raum in die Bildfläche und entwickelt Eigenständigkeit. Ein intensives inneres Erleben tritt so in diese Räume und gleichzeitig erinnert es den Bildraum an seine flache Existenz auf der Leinwand.

Sabine Banovic (Künstlerin)